Schaf Franz, des Alleinseins müde, sucht ein liebenswertes Schaffräulein zum Heiraten. Er hisst eine Fahne mit der Aufschrift: „Franz sucht dringend Frau zum Lieben!“
Die vier Schnuckies machen sich besonders hübsch, jede der Schafdamen glaubt, sie wäre die Schönste und der fesche Franz würde sie erwählen. Der aber sieht sie gar nicht, denn er ist schrecklich weitsichtig, ziemlich eitel und setzt deshalb selten seine Brille auf.
Auf der Beerenwiese hört er Gerda, ein pummeliges Schafmädchen lachen, und schon ist es um die beiden geschehen. Sie verlieben sich ineinander und wollen gleich am nächsten Sonntag heiraten.
Die vier Schnuckies sind entrüstet.
„Was?“, die Schnuckies schrien wie Raben.
„Was hat sie, was wir nicht haben?
Sind’s die Ohren, wie ein Hase?
Sind’s die Flecken auf der Nase?
Sind’s die Beine, dünn wie Lauch?
Ist’s ihr Schwabbelwabbelbauch?“
Doch für Franz ist Gerda einfach perfekt.
Franz und Gerda, noch nach Jahren,
blieben glücklich, wie sie waren.
Diese entzückende Liebesgeschichte von Angelika Glitz und Annette Swoboda, erschienen im Verlag Thienemann, Stuttgart, spielten wir natürlich nach. Wir sangen auch Schaflieder und bastelten ein hübsches Schaf.


