Ein egoistischer, eingebildeter Apfelbaum träumt davon, auf seinen Zweigen den größten Apfel der Welt zu tragen und beschwört damit eine Naturkatastrophe herauf.
Der große Apfel bedeckte die Sonne. Er war so groß, dass die anderen Bäume des Waldes die Sonne nicht mehr sehen konnten. Alle waren besorgt.
Die Blumen, die an den Füßen der Bäume gewachsen waren, welkten. Doch der kleine Apfelbaum sagte nun zu sich selbst: „Was macht das schon?! Ich besitze den schönsten Apfel der Welt. Blumen gibt es überall.“
Der Apfel wurde noch größer. Sein Schatten fiel über den ganzen Wald. Die Blätter der Bäume wurden gelb und fielen ab. Alle Bäume schrien auf und baten um Hilfe. Aber der kleine Apfelbaum tat, als ob er sie nicht gehört hätte.
Diese Geschichte von Hafez Miraftabi, illustriert von Susanne Wechdorn, führt schon den Kleinsten vor Augen, dass Hochmut und Rücksichtslosigkeit böse Folgen haben können. Aber diesmal ist ja noch alles gut ausgegangen …


